Chronik

Auszug aus dem Gründungsjahr
Komplette Chronik als Zusammenfassung
Dirigenten und Vorsitzende

Auszug Gründungsjahr

Chronik des Musik-Vereins
Gründungsdatum : 1. Februar 1952

Die Gründungsversammlung fand im Lokale Stüsser statt, welches auch dann als Vereinslokal gewählt wurde. Anwesend waren folgende Mitglieder die als Gründer anzusehen sind: Walter Josef, Wassong Joh., Peter Kiel, Zingsheim Hermann, Math.Brüll, Wassong Peter, Toni Garzen.
Da einige der Gründer in etwa das Geigen, Gitarren und Mandolinen spielen beherrschten, war man zu dem Beschluss gekommen, den Verein mit dem Namen Mandolinen-Club-Sinzenich zu benennen.
Dahingehend entschied man sich auch den Aufbau desselben anzustreben.
Die Proben fanden Sonntagsmorgens nach dem Hochamt statt, anfangs geleitet von Josef Walter, dann von Hans Südhausen, welcher sich bemühte, den Mitgliedern Notenkenntnisse zu vermitteln.
Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 25 Pf. für Jugendliche und 50Pf. Für Erwachsene festgesetzt.

Folgender Vorstand wurde in einer darauffolgenden Versammlung gewählt:
Ehrenvorsitzender: Josef Walter
I. Vorsitzender: Peter Kiel
II. Joh. Wassong
I. Kassierer: Math. Brüll
Schriftführer: Herm. Zingsheim
Dirigent: Hans Südhausen

Im Laufe des Jahres erreichte der Verein durch Neuzugänge folgenden Mitgliederstand:

1. Josef Walter
2. Peter Kiel
3. Joh. Wassong Guitarre
4. Math. Brüll Mandoline
5. Hermann Zingsheim Mandoline
6. Peter Wassong Mandoline
7. Toni Garzen Geige
8. Hans Südhausen Klavier
9. Karl Bohr Mandoline
10. Hans Damen Guitarre
11. Mathias Huppertz Klavier
12. Johannes Hellenthal Mandoline
13. Werner Filter Akkordeon
14. Josef Birgel Mandoline
15. Eugen Heinrichs Mandoline
16. Günter Pütz Mandoline
17. Theo Wassong Mandoline
18. Hubert Balduwein Mandoline
19. Anton Fischer Mandoline
20. Josef Wassong Mandoline
21. H.P. Hoffsümmer
22. Wilheln Bayard Mandoline
23. Josef Ackermann Guitarre
24. Karl Heinz Schlagloth Akkordeon
25. Josef Bank Mundharmonika
26. Her. Josef Schlagloth Mandoline
27. Nicolaus Salentin Schlagzeug

Ehrenmitglieder(Inaktive?*) des Vereins wurden:
Hubert Niederstein
Arnold Dahmen
Peter Schlagloth
Elisabeth Voussem
Kaspar Walter
Peter Winkel
Math. Stüsser
Toni Südhausen sen.
Hubert Beudel

Die Instrumente, in der Hauptsache Mandolinen, wurden von jedem selbst gekauft. Kostenpunkt 25,--DM - 65,--DM.
(*Anm. des heutigen Chronisten)

 

Komplette Chronik (Zusammenfassung)

Aus der Chronik des Musikverein Sinzenich

Als Gründungsdatum ist der 1. Februar 1952 verzeichnet. Die damaligen Gründer waren demnach: Josef Walter, Johann Wassong, Peter Kiel, Hermann Zingsheim, Mathias Brüll, Peter Wassong sen. und Toni Gartzem, von denen einige das Gitarren- und Mandolinenspiel beherrschten. Sie beschlossen den Verein mit dem Namen „Mandolinenclub Sinzenich zu benennen.

Wie stark das Anfangsinteresse war, zeigt die Zahl von 27 Mitgliedern, die sich in den darauffolgenden Monaten einfanden. Diese Mitgliederzahl schrumpfte dann aber auch genauso schnell wieder auf 16, von denen sich viele auch nicht mehr das Einstudieren von Noten zutrauten.
So entstand unter den noch verbliebenen Mitgliedern eine notdürftig zusammengestellte Tanzkapelle mit der Folge, dass sich die Mitglieder nach und nach auf andere Instrumente umstellten. Nun war es möglich geworden durch kleinere Abschlüsse finanzieller Art die Vereinskasse etwas aufzufrischen.

Einige Mitglieder frönten derweil dem Theaterspiel, so dass einige Male vor voll besetztem Hause, unter der Leitung von Hubert Mundt Theateraufführungen stattfanden. So schlug man sich zunächst mehr schlecht als recht durch das dörfliche Vereinsleben, bis man sich im Jahre 1956 endlich dazu entschloss, systematisch eine Blasmusikkapelle aufzubauen.

Das überaus große Selbstvertrauen des damaligen Vorstandes, unter Peter Kiel, sowie die Bereitschaft der Mitglieder, sich selbst instrumental zu bestücken und somit den eigentlichen Grundstein für unsere heutige Musikkapelle zu legen, sei hier besonders in Erinnerung gerufen.
Im Auf und Ab der folgenden Jahre war man 1958 musikalisch so weit gediehen, dass man das erste Musikfest in Eicks mit einigen Märschen und einem Konzertstück mitgestalten konnte.

Noch im selben Jahr führte man das auch in Sinzenich das erste Musikfest durch. Hubert Niederstein setzte sich über seinen Bruder Pater Ignatius Niederstein dafür ein, dass mit den Musikern aus Engelhartszell eine Kapelle aus Oberösterreich eingeladen wurde, die dazu mit beitrug, die Festtage zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen.
Aus dieser Begegnung ergab sich eine Freundschaft zwischen beiden Orten, die Ihresgleichen sucht und bis zum heutigen Tag anhält. Der erste Gegenbesuch der Sinzenicher in österreich ließ dann auch nicht lange auf sich warten und fand schon 1959 statt.

Ebenfalls in 1959 wurden die ersten Uniformen angeschafft. Diese schwarzen Uniformröcke wurden 1962 durch Annähen des Sinzenicher Wappens und 1963 durch Anbringung jeweils einer Lyra am Rockrevers aufgewertet.

Von Abgängen und Fernbleiben vom Vereinsleben schwer betroffen, war man in der Folgezeit gezwungen, neue Mitglieder (Jugendliche) anzuwerben und heranzubilden.

Das zweite Musikfest konnte jedoch im Jahre 1962 stattfinden. Erwähnenswert ist hierbei die rege Beteiligung der benachbarten Musikvereine, die so gegenseitig ihre Feiern immer wieder beleben und verschönern.

Durch die Bemühungen des Vereins neue Mitglieder anzuwerben und die Ausbildung zu forcieren wurde dann im Jahre 1963 erstmals wieder die Mitgliederzahl von 20 überschritten.

Am 1.6.65 erfolgte der Beitritt zum deutschen Volksmusikerbund.
Einen Dirigentenwechsel hatte man 1967 zu verzeichnen. An Stelle von Franz Bank übernahm Willy Kampschulte diesen Posten, was wiederum einen enormen Mitgliederzuwachs zur Folge hatte. Die Probenarbeit wurde nochmals intensiviert und verfeinert. So konnte man das 15-jährige Bestehen 1967 mit großem Erfolg begehen und zum Fest 11 Gastvereine begrüßen.
Der Aufwärtstrend setzte sich auch in den nachfolgenden Jahren fort und erreichte seinen vorläufigen ersten Höhepunkt im Jahr 1969 mit der erfolgreichen Teilnahme des Vereins am Wertungsspiel beim Landesmusikfest in Burscheid, wo man in der Mittelstufe einen 1. Rang mit Auszeichnung einspielen konnte.

In den nachfolgenden Jahren wuchs die Anzahl der Einsätze ständig an. Es wurden neue Kontakte geknüpft und bestehende Freundschaften intensiviert. So konnte man zum vierten Musikfest in 1972 neben den Engelhartszellern auch eine Gastkapelle aus Sondern am Biggesee begrüßen. Laut Presseberichten beobachteten ca. 3.000 Besucher den sonntäglichen Festzug am 4. Juni des Jahres.

Aus Anlass des 120-jährigen Bestehens besuchten wir im Juli erneut die Engelhartszeller und nahmen dort an einem Wertungsspiel in der Oberstufe teil. Ein 1. Rang war dort die Belohnung für intensive Probenarbeit.
Am 07.10. des Jahres weilten wir bei einem Testspielen des WDR im Forum der Stadt Leverkusen. Das Ergebnis beim Wertungsspiel in der Mittelstufe war wiederum ein 1. Rang mit Auszeichnung. Leider reisten wir auf Wunsch des Dirigenten schon frühzeitig ab, so dass es zu den geplanten Rundfunkaufnahmen nicht mehr kam.

Im Jahre 1973 endete die Dirigententätigkeit des Herrn Kampschulte und mit Thomas Dahmen aus Kirspenich wurde ein neuer musikalischer Leiter gefunden.

1974 begab sich die Kapelle auf große Fahrt und besuchte Blaye. die französische Partnerstadt Zülpichs. Nach dem Motto „Musik kennt keine Grenzen" verbrachte man dort einige unvergessliche Tage. Die Besichtigung der örtlichen Zitadelle, die musikalische Teilnahme an einer Schiffsprozession, Ausflüge zum Atlantik und ein Picknick am Strand sind in besonderer Erinnerung geblieben.

Thomas Dahmen übergab noch im selben Jahr den Taktstock an einen aktiven Musiker aus unseren Reihen, nämlich an Peter Wassong junior.
Erstmals live im Radio zu hören war man dann 1976, als Radio Luxemburg mit der Sendung „Zwölf Uhr mittags" in der Zülpicher Stadthalle gastierte.
Nach vorangegangenem Beschluss der Mitgliederversammlung erfolgte 1976 die Eintragung ins Vereinsregister. Des Weiteren beschloss die Versammlung zeitgemäß die Aufnahme von Mädchen im Verein zuzulassen. Diese Neuerungen hatten schnell zur Folge, dass der Musikverein kurzfristig die stattliche Anzahl von 44 Aktiven erreichte.

Für das 25-jährige Jubiläum im Jahr 1977 hatte der Verein sich etwas ganz besonderes ausgedacht indem eigens hierfür eine Schallplatte produziert wurde. Mit uns feierten neben anderen Gastvereinen auch die „Merlots" aus Blaye, die zu diesem besonderen Anlass einen Gegenbesuch abstatteten.
1979 konzertierte der Musikverein auf der Bundesgartenschau in Bonn und fand dort beim Publikum regen Anklang.

Im Jahr 1980 nahm der Verein zum ersten Mal am großen Kölner Rosenmontagszug teil. Dass dies bis zum heutigen Tage zu einer Dauereinrichtung werden sollte, hätte damals sicherlich niemand geahnt, denn seit 1981 marschiert der Verein dort regelmäßig als Regimentkapelle für die Bürgergarde Blau-Gold aus Köln mit und zieht bei vielen großen Saalveranstaltungen in Köln und Umgebung auf.

Rechtzeitig zum Musikfest, das aus Anlass der 25-jährigen Freundschaft mit Engelhartszell gefeiert wurde, stand ein ganz besonderes Ereignis an. Am 9.7.83 konnte unser in Eigeninitiative erbautes Musikheim im Beisein der Engelhartszeller eingeweiht werden. Stolz gab man der Presse zu Protokoll, dass für diese enorme Kraftleistung innerhalb nur eines halben Jahres über 2.500 freiwillige Arbeitsstunden erforderlich waren, die durch Mitglieder und Freunde des Musikvereins erbracht wurden.
Trotz des dadurch finanziell eng gesteckten Rahmens und eines prall gefüllten Terminkalenders gelang es dem Musikverein unter Peter Wassong für den guten Zweck bei zehn unentgeltlichen Konzerten das Publikum zu begeistern und für den guten Zweck anlässlich der Gala Tolbiac IV einen Reinerlös von 16.000,-- DM (!) einzuspielen.

Als zusätzlichen Ansporn und als Belohnung für diese Mühen fanden immer wieder Vereinsfahrten satt. Nach Herleshausen im damaligen Zonenrandgebiet (1981 u. 1984) und Filzmoos in österreich (1985), war in1986 Kangasala in Finnland das Ziel der Musikkapelle. Aufgrund der überaus freundlichen Aufnahme bei den Finnischen Gastfamilien wurden schnell beständige Freundschaften geknüpft. Bei Konzerten an den dortigen Schulen und in öffentlichen Einrichtungen hinterließ der Verein auch hier überaus erfolgreich seine musikalische Visitenkarte.
Kurz nach dieser Fahrt trat der verdiente Vorsitzende Günter Krupp nach 16 Jahren ins zweite Glied zurück und Franz-Josef Baumann aus Froitzheim übernahm seinen Posten.

Großen Publikumszuspruch erlebte das 7. Musikfest, dass 1987 mit internationalem Touch gefeiert wurde. Zusammen mit der österreichischen Band Pegasus, die bereits zum zweiten Mal in Sinzenich zu Gast war, nahmen auch Delegationen aus Engelhartszell und Kangasala sowie erstmals die Weinkönigin aus Leiwen an der Mosel, begleitet von der dortigen Folkloregruppe an diesem Fest teil.

Die Serie von Konzertreisen setze der Verein mit einem Besuch in Italien zum dortigen Karneval in Chivasso fort. In den Farben der Bürgergarde Blau-Gold repräsentierte man im Februar 1988 dort als erste deutsche Gruppe den rheinischen Karneval.

Pünktlich zum Osterfest trafen die neuen grauen Uniformjacken ein, in denen man sich dann beim Konzert erstmals präsentieren konnte.
Nach 14 erfolgreichen und ereignisreichen Jahren unter der Leitung von Peter Wassong jun. übernahm im Oktober des Jahres Gerd Goldbach den Taktstock und leitete fortan die oftmals aufreibende Probenarbeit.
Eine Vereinsfahrt in den bayerischen Wald nutzte der Verein auch zu einer Stippvisite in Engelhartszell, um u.a. den schwer erkrankten Pater Ignatius ein letztes Mal mit einem musikalisches Ständchen zu erfreuen, Dieser verstarb leider im darauffolgenden Jahr.

Zielstrebig und mit neuem Schwung arbeitete unser neuer Dirigent in vielen Proben auf eine erneute Wertungsspielteilnahme hin. Diese Bemühungen wurden dann 1991 auch belohnt, als beim 1. Landesmusikfest in Geseke in der Mittelstufe erneut ein „1. Rang mit Belobigung" erzielt werden konnte.
Viel Zeit zum Verschnaufen blieb danach nicht, galt es doch kurz darauf bereits wieder das nächste Musikfest vorzubereiten.

Das vielseitige Festprogramm für das 40-jährige Stiftungsfest das vom 03-05.07.1992 terminiert war, fand einen ersten Höhepunkt am Freitagabend mit einer „Oldie-Night" zu der neben RPR-Radio-Discjokey Bernd Schmellenkamp auch die „LORDS" für einen Live-Auftritt verpflichtet werden konnten.

Den würdigen Rahmen für die Messfeier am Sonntagmorgen gestalteten die Dorfmusikanten aus Bürserberg (Vorarlberg) in österreich, die erstmals als Gäste angereist waren und ebenso wie die Bandmitglieder von PEGASUS wieder fast alle bei Sinzenicher Privatleuten untergebracht waren.
Mit der Ausrichtung der Ortskirmes gelang dem Musikverein 1993 als erstem auserkorenem Veranstalter im jährlich wechselnden Reigen der Dorfvereine die Wiederbelebung einer fast verlorengegangenen Tradition. Vom Herausholen der Kirmes über die Ausrichtung des Festballes bis hin zum Frühschoppen und zum Verbrennen des Kirmesmannes reichte die Palette der Aktivitäten.
Schlecht besuchte Proben und eine ernsthafte Erkrankung unseres Dirigenten hatten in der Folgezeit eine Stagnation der musikalischen Leistungen zur Folge. Dennoch gelang es dem Verein seinen musikalischen Verpflichtungen auch weiterhin nachzukommen.

Walter Link, ein Trompeter der in Euskirchen stationierten Bundeswehr-Big-Band übernahm Ende 1994 den Dirigentenposten und schaffte es, den Verein innerhalb kürzester Zeit zu neuen Höchstleitungen anzuspornen. So gelang es dann auch in 1995 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in einem Jahr gleich zwei gutbesuchte Konzerte durchzuführen, nämlich neben dem traditionellen Osterkonzert ein weiteres in der Vorweihnachtszeit in der Schwerfener Schützenhalle.
Einer Rundfunkübertragung der Deutschen Welle vom 16.03.1995 aus der Zülpicher Stadthalle ist es zu verdanken, dass der Musikverein weltweite Bekanntheit erlangte. So konnte man sich nach der Sendung u.a. über überaus positive Reaktionen aus Afrika und Amerika freuen.
Zusammen mit der Bürgergarde Blau-Gold wagte der Musikverein dann auch im September des Jahres zum ersten Mal den Sprung über den großen Teich in die USA. Am 15.09.95 nahmen die mitreisenden Musiker und Musikerinnen dort zunächst an einem Empfang durch den dortigen Bürgermeisters Giulliani und anschließend an den Feierlichkeiten zur Steuben-Parade teil.

Diese begannen mit dem Besuch des Parade-Gottesdienstes in der St.-Pauls-Kathedrale, dem sich die eigentliche Steuben-Parade anschloss. Unter dem Jubel der Zuschauer zog der Verein in der 2 ½ -stündigen Parade über die Prachtstrasse New Yorks, die 5th Avenue.
Stadtbesichtigungstouren führten in den darauffolgenden Tagen u.a. zur Freiheitsstatue, an den Broadway, zur Börse an der Wall-Street, und hoch hinaus auf das Empire-State-Building und die Türme des World-Trade-Center.

So blieb die Faszination des Ausflugs in diese Weltmetropole bis heute mit seinen mannigfaltigen Eindrücken den Mitreisenden in lebendiger Erinnerung erhalten.

Auf Beschluss der Mitgliederversammlung wurde 1996 als Nachfolger von Franz-Josef Baumann, der nach 10 Jahren auf eigenen Wunsch seinen Posten als 1. Vorsitzender zur Verfügung stellte und in die zweite Reihe zurücktrat, Andreas Strick aus Bürvenich gewählt.
Leider verließen in der Folgezeit einige langjährige Mitglieder das Vereinsgefüge, so dass dies zeitweise zu einer erheblichen Schwächung im Tenorhorn- und Tubaregister führte.

Nach dem ersten Tag der offenen Tür im Musikheim, an dem im September des Jahres Instrumente und Ausbildungswege des Vereins vorgestellt wurden, konnten im Bereich der Nachwuchswerbung zumindest wieder erste Teilerfolge verbucht werden.

Eine heiße Beach-Party und flotte Blasmusikrythmen kennzeichneten das Musikfest 1997 in Sinzenich. 30 Tonnen Sand, die mit Schubkarren ins Zelt gekarrt worden waren, eine eigens eingerichtete Cocktail-Bar und die Wahl der „Miß Tropical Night" waren die ersten Höhepunkte zu Beginn dieses Festes am Freitag, den 27.06.1997.

Moderiert wurde das Ganze von dem bekannten Kölner Entertainer „Linus", der sich hier auch mit seiner Show präsentierte.
Ein Nachmittag mit Blasmusik unter dem Motto „Musik ist Trumpf ", sowie ein farbenfroher Festzug, an dem 16 Vereine teilnahmen, rundeten am Sonntag das Programm ab. Die weiteste Anreise hatten bei diesem Fest die Mitglieder der Musikkapelle „Südringgauschule Herleshausen", die mit ihrer Musik anschließend das Publikum im Festzelt bestens unterhielten.
Erwähnenswert sind in der Folgezeit auch die beiden Konzerte im Haus der Stadt in Düren. Sowohl im April 1997 als auch im Mai 1998 konnte der Musikverein Sinzenich dort mit guten musikalischen Leistungen überzeugen.
Zusammen mit dem Tambourcorps aus Bürvenich debütierte man am 14.07.98 mit der erstmaligen Aufführung des Großen Zapfenstreichs anlässlich des dort stattfindenden Bezirksschützenfestes, das in feierlichem Rahmen zelebriert wurde.

Auf Einladung der Engelhartszeller fand kurz darauf wieder einmal ein Besuch in dem oberösterreichischen Ort statt, wo am Wochenende des 31.07. – 02.08.1998 das 40-jährige Freundschaftsfest beider Orte gefeiert wurde. Die Feier begann mit einem Festakt in der dortigen Sporthalle an dem, neben den Musikern beider Vereine, auch die Honoratioren der befreundeten Orte teilnahmen. Dort und beim anschließenden gemütlichen Beisammensein wurden Geschichten und Anekdoten der gegenseitigen Besuche ausgetauscht, alte Freundschaften vertieft und neue geschlossen.

Im Oktober des Jahres führte die Vereinsfahrt nach Italien zum Laggo Maggiore und an den Gardasee, verbunden mit einem Tagesausflug in die Lagunenstadt Venedig.

Das Adventskonzert im Dezember des Jahres sollte auch gleichzeitig der Abschiedsabend von unserem bisherigen Dirigenten, Herrn Link sein, der seinen Taktstock damit an seinen Nachfolger, Herrn Erich Baron abgab.
Dieser blieb dem Verein nur jedoch nur kurz erhalten, denn nach dessen Rücktritt musste sich der Vorstand schon nach einem Jahr seines Wirkens erneut wieder auf Dirigentensuche begeben.

Gerd Goldbach übernahm so erneut am 09.01.2000 die musikalische Leitung des Vereins und schaffte es innerhalb kürzester Zeit die Aktiven wieder zu motivieren und das nachlassende musikalische Niveau wieder anzuheben.
Leider konnte auch er erneut aus gesundheitlichen Gründen den Posten nicht lange weiterführen, so dass nach einer mehrmonatigen übergangszeit im März 2001 mit Christoph Fahle, einem Berufsmusiker aus Gey wiederum ein musikalischer Neuanfang gewagt werden konnte.

Nach dem überraschenden Rücktritt der Vorstandsspitze anlässlich der Jahreshauptversammlung 2000, wurde diese mit Manfred Fassbender und dessen Stellvertreterin Diana Schlagloth in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 10.05.2000 ebenfalls neu besetzt.
Seit Oktober 2000 verfügt der Musikverein, dem Trend der Zeit angepasst auch über eine eigene Homepage im Internet, www.musikverein-sinzenich.de , für deren Pflege und Aktualisierung neben dem Chronist, Thorsten Kleinert als s.g. „Webmaster" zuständig ist.

EPILOG des Chronisten:
Es wäre Zuviel verlangt und würde völlig den Rahmen sprengen, alle Veranstaltungen, an denen der Musikverein in den 50 Jahren seines Bestehens teilgenommen hat, hier aufzuführen. Jedenfalls sind es das ganze Jahr hindurch nicht nur in unserer Gemeinde Prozessionen, Jubiläen, Altentage, Karnevals- und Kirmesumzüge, Gegenbesuche bei den Nachbarvereinen Frühschoppen, Martins- und Festumzüge, und Festkommerse, die gespielt werden, hinzu kommen vielmehr noch Hochzeiten und Feste der Vereinsmitglieder und regelmäßig Veranstaltungen wie Nikolausabend, Tage der offenen Tür, Vatertagstour, Vereinsfahrten und vieles mehr.
Und nun stehen wir in den Vorbereitungen für unser 50-jähriges Gründungsfest, an dem wieder viele Gastvereine teilnehmen. Ein großer Festkommers, Veranstaltungen für die Jugend ein Gala-Abend mit vielen aus Rundfunk und TV bekannten Künstlern sowie u.a. ein bunter Festzug sollten für jeden Musikgeschmack etwas bieten und stellen u.a. die Höhepunkte des kommenden Festes dar. Zum Programm
Wie in jedem Verein gab es in den 50 Jahren Höhen und Tiefen und das ein über das andere Mal galt es manchen Stein aus dem Weg zu räumen. Doch wenn wir uns weiterhin zum Ziel setzen gute Musik zu machen und die Kameradschaft im Verein pflegen, werden sicher auch künftig die gesteckten Ziele erreicht werden.
Zum Abschluss sei allen, die in den vergangenen Jahren den Verein unterstützt und begleitet haben, jedoch hierfür an dieser Stelle nicht besonders erwähnt werden, ein herzliches Dankeschön mit den besten Wünschen für die Zukunft ausgesprochen.

Uwe Kleinert/ Chronist des Musikverein Sinzenich


Dirigenten / Vorsitzende

Hier können Sie die Dirigenten und Vorsitzende des Musikvereins nachlesen

Alle Daten stammen aus der Vereinschronik und sind ohne Gewähr.

Dirigenten:

01.02.1952 - 1957 Hans Südhausen
1957 - 1967 Franz Bank
1967 - 30.03.1973 Willy Kampschulte
30.03.1973 - 1974 Thomas Dahmen
1974 - 07.04.1984 Peter Wassong jun.
07.04.1984 - Juli 1984 Gerd Goldbach
Juli 1984 - 26.08.1988 Peter Wassong jun.
26.08.1988 - 21.10.1994 Gerd Goldbach
21.10.1994 - 13.12.1998 Walter Link
13.12.1998 - 09.01.2000 Erich Baron
09.01.2000 - März 2001 Gerd Goldbach
März 2001 - Januar 2017 Christoph Fahle
Januar 2017 - April 2017 Christof Bulle
April 2017 - Heute Jeff Krings

 

Vorsitzende:

01.02.1952 - 1963 Peter Kiel
1963 - 16.11.1969 Peter Wassong sen.
16.11.1969 - 1971 Hubert Körner
1971 - 14.09.1986 Günter Krupp
05.10.1986 - 05.04.1996 Franz-Josef Baumann
05.04.1996 - 21.04.2000 Andreas Strick
21.04.2000 - 21.11.2003 Manfred Faßbender
21.11.2003 - 22.03.2015 Günter Krupp
22.03.2015 - Heute Sebastian Müller